Tarotkarten – Der Stern

Tarotkarten – Der Stern

Eine nackte Frau kniet am Ufer eines Sees. Aus zwei Krügen gießt
sie Wasser, einmal in den See, ein anderes mal auf die Erde. Die Landschaft ist
fruchtbar. Mit ihrem rechten Fuß hat sie Kontakt zum Wasser, mit dem linken Fuß
zur Erde. Auf einem Baum hinter der Frau ist ein Vogel zu erkennen. Natürlich
ist es kein Zufall, dass der Stern in der Reihenfolge hinter dem Turm und vor
dem Mond kommt. Es ist sozusagen die Ruhe nach dem Sturm. War der Turm oft
Ausdruck einer schmerzhaften Erfahrung, so ist im Stern auch symbolisch die Zeit
der Trauer und der Tränen dargestellt. Den Seefahrern aller Zeiten haben die
Sterne den Weg gewiesen und vielen Menschen auf dem Weg der Selbstfindung waren
ihre Tränen wertvolle Wegweiser und auch Reiniger. Wasser und Tränen reinigen
und bringen Klarheit. Wie der Engel auf der Karte der Mäßigkeit hält diese Frau
zwei Krüge, doch während der Engel sehr kontrolliert mit dieser Energie umging,
ist diese Frau völlig frei. Sie ist nackt und sie verschüttet das Wasser. Diese
Frau schöpft aus dem Vollen, und es scheint unendlich viel da zu sein. Für
denjenigen, der diese Karte gezogen hat, heißt es jetzt auch, seine
schöpferischen Energien fließen zu lassen, kreativ zu sein. Der Vogel auf dem
Baum ist ein Ibis, ein Symbol für den Ägyptischen Gott Thoth, der als der
Erfinder der Künste galt. Dass von dieser Energie unendlich viel da ist, zeigen
auch die Sterne auf der Karte. Es sind acht acht-zackige Sterne, und die Zahl
Acht ist Symbol der Unendlichkeit. Machen sie es wie die Frau des Sternes, deren
einer Fuß im Wasser, der andere auf der Erde ruht. Haben sie Kontakt zu ihrem
Unbewussten und zu ihrem Bewussten. Wenn sie mit dieser Karte meditieren, werden
sie ihre heilende Wirkung spüren.

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